Ausstellung Teresa Burga: Aleatory Structures im Migros Museum für Gegenwrtskunst

Die peruanische Künstlerin Teresa Burga, die 1935 in Iquitos (Peru) geboren ist, erweist sich seit den 60er Jahren als Darstellerin der gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Epoche. Ihre umfangreichen Werke beinhalten sowohl Environments und Gemälde aus der Pop-Art, aber auch kybernetische Installationen sowie konzeptionelle Objekte und Zeichnungen. Das größte Bestreben der Peruanerin ist es, einerseits die Menschen zu einem selbstbestimmten Handeln aufzufordern aber auch das Sichtbarmachen von komplexen gesellschaftlichen Strukturen. Als Vertreterin der lateinamerikanischen Kunst war Burga in ihrer künstlerischen Art oft ihrer Zeit voraus. Lange blieb sie von der internationalen Kunstszene größtenteils isoliert, weil ihr Land lange Zeit unter schweren ökonomischen Krisen sowie einer Militärdiktatur litt. Mit Aleatory Structures wird vom Migros Museum für Gegenwartskunst die erste Einzelausstellerin von Teresa Burga in die Schweiz gebracht.

Das Migros Museum für Gegenwartskunst ist Gottlieb Duttweiler, der das größte Schweizer Detailhandelsunternehmen Migros gegründet hat, zu verdanken. Er startete Mitte der 50er Jahre, Kunstwerke zu erwerben, die sich mittlerweile zu einer riesigen Sammlung für Gegenwartskunst zusammengetragen hat.

Die Praxis der Ausstellungen und Sammlungen ist eng verbunden und funktioniert nach einer Art Reißverschlussprinzip. Ein großer Teil der Ankäufe der Sammlungen resultiert aus den Ausstelllungen.

In den 70er Jahren konzentrierten sich die Ankäufe auf deutsche Malerei, Minimal Art und bedeutende Schweizer Positionen. In den letzten Jahrzehnten wurde der Schwerpunkt auf zeitgenössische Kunst wie beispielsweise von Spartacus Chetwynd, Maurizio Cettelan, Urs Fischer, Christoph Büchel, Rachel Harrison, Douglas Gordon, Mark Lecke sowie, Christoph Schlingensief gelegt. Man findet aber auch ihre wichtigen Vorläufer wie Stephen Willats, Marc Camille Chaimowicz, Katharina Sieverding und Paul Thek.

Einen immer größeren Anteil nehmen dabei installative Werke und Arbeiten, die sich mit Performativität, Raumkonstruktionen oder gesellschaftlichen Fragen beschäftigen.

Nachdem die Räumlichkeiten durch die Renovierung des Migros Museum für Gegenwartskunst vergrößert wurden, werden den Besuchern regelmäßig Werke aus der umfangreichen Sammlung von Urs Raussmüller, Jacqueline Burckhardt und Rein Wolfs geboten.

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